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CMS die ich empfehlen würde bevor Sie zu WordPress greifen


Meine ganz persönliche Empfehlung für ein CMS aufgrund meiner Erfahrungen als Langjähriger Autor und Opfer vieler Hacker-Angriffe auf meine Seiten.

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Ich würde ganz andere CMS empfehlen als wie es üblicherweise an vielen Stellen im Internet empfohlen wird. Warum? Lesen Sie in diesem Beitrag.

Es gibt eine ganze Menge an Seiten die sich mit den verschiedenen CMS beschäftigen und viele Empfehlungen abgeben die ich persönlich nicht so recht nachvollziehen kann. Daher möchte ich eine eigene Empfehlung aus eigener Erfahrung abgeben, welche CMS sich lohnen und wofür sie gut geeignet sind - ein kleiner "Werdegang".

Joomla

Ich habe Joomla über viele viele Jahre mit Spass betrieben. Das freie CMS ist sehr gut für Webseiten mit hoher Komplexität geeignet und habe daher mein aufwändiges GIMP-Handbuch lange Zeit damit betrieben. Die hohe Komplexität war auch gleichzeitig meine größte Kritik an dem System. Nach langen Phasen der Ruhe auf meinen Seiten, kamen wieder Phasen des intensiven Schreibens.

Aufgrund langer abwechselnder Phasen des Stillstands und des Schreibens auf meiner Joomla-Seite, hatte ich oft die "wie lege ich nochmal ein Menü in Joomla an"-Situation und ich musste permanent nachlesen wie die verschiedenen Admin-Funktionen zu benutzen waren - das hat genervt. Es kam der Wunsch nach einem leichteren CMS auf, denn die Joomla-Komplexität wurde mehr und mehr zu einem Problem.

WordPress

Ich habe mich dann relativ rasch in das ebenfalls sehr beliebte Wordpress verliebt und kurze Zeit später damit fast jede meiner Domains betrieben. WordPress war einfach toll! Es war simpel, es war schnell, es gab wirklich sehr hübsche Templates und man konnte alles erdenkliche damit anstellen. Angefangen von Onlineshops bis hin zur Vereinswebseite schien alles möglich, WordPress war für mich die Antwort auf alle Fragen.

Erneut habe ich mein GIMP-Handbuch mit etwa 1000 Buchseiten auf eine neue Basis gestellt, WordPress. Das Handbuch lief lange Zeit sehr gut und die Komplexität bzw. Simplizität war ideal, um mich auch nach langen Ruhephasen dennoch gut im Backend zurechtzufinden. Ich konnte etwa 1,2-2Mio Leser pro Jahr verzeichnen.

Dann kamen die ersten Hacker-Angriffe und ich war wirklich genervt. Sicherlich ist kaum Schaden entstanden und die Seiten waren innerhalb weniger Stunden wieder einsatzbereit - dennoch hatte WordPress einen Makel bekommen, denn die hohe Verbreitung und Popularität hat es zum Angriffsziel Nummer eins gemacht. Ich suchte erneut nach einem CMS das mir mehr Sicherheit für meinen Content gibt.

Bludit

Ein wenig später bin ich über die so genannten FlatFile CMS gestolpert, also CMS die ohne SQL-Datenbank auskommen. Anfangs von mir ein wenig belächelt, denn "CMS ohne Datenbank sind keine richtigen CMS" - so dachte ich anfangs. Nach ersten Gehversuchen hat sich dieses Vorurteil jedoch wiederlegt und es haben sich nützliche Nebeneffekte eingestellt.

So habe ich es als Erleichterung empfunden, das ich die pflegeintensive SQL-Datenbank losgeworden bin. Sogar die Geschwindigkeit ist drastisch gestiegen. Erfreulich war auch der Rückgang der Hackerangriffe auf meine Seiten, denn es gab keine zu occupierende Datenbank mehr.

Bludit ist wirklich toll, einfache Strukturen und Schachtelungen werden gut von Bludit verarbeitet. Komplexere Inhalte (4 oder mehr Schachtelungsebenen) kann Bludit allerdings so ohne weiteres nur schwer visualisieren.

Automad

Ich bin in meiner weiteren Suche auf das CMS Automad gestoßen, da mich das elegante Styling sehr beeindruckt hat. Automad ist in der Lage komplex strukturierte Inhalte elegant und übersichtlich zu verwalten. Das Layout wirkt im Frontend und im Backend sehr ausgereift - es ist ein Hochgenuß für die Augen eines Designers und Autors.

Automad kann (und Bludit auch) ohne jedwede Tools wie Paketmanager, NPM oder ähnliches auf dem Server installiert werden. Der erste Aufruf des Adminbereichs löst die Installation des CMS aus - praktisch. Das einfache Setup beschränkt sich im wsentlichen auf die Vergabe des Kennwortes und des Domain-Namen - das ist klasse.

Weitere Flatfile CMS

Grundsätzlich sind solche FlatFile-Systeme gut die keine weiteren Softwareprodukte benötigen wie zum Beispiel Paketmanager oder ähnliches. Die Installation ausschließlich durch das Browser-Frontend ist ideal, denn die wenigsten Anwender haben vollen Zugriff aus ihre WebServer oder können sogar einen privaten Server ihr eigen nennen. Diesem Anspruch werden nur noch die folgenden CMS gerecht:

Diese CMS Systeme sind auf jeden Fall einen Blick wert, da sie ohne weiteres und ohne spezialwissen auf jedem Domainbetreiber laufen (i hope so).

Fazit

Ich hatte mit den bekannten CMS wie WordPress und Joomla eine lange Zeit viel Spass doch die Beliebtheit und die starke Verbreitung hatten ihren Preis - WordPress und Joomla haben einen hohen Angriffsvektor bei den Hackern dieser Welt. Wenn man nicht alle Stellschrauben kennt, dann ist es schwer sich mit diesen Systemen gegen Angriffe zu schützen. Der Betrieb einer WordPress-Seite ist durchaus mit Pflegeaufwand verbunden, dies ist bei Joomla noch stärker der Fall.

Ich denke auch mit grausen an die vielen Domain-Umzüge, die unter WordPress und Joomla eine echte Nerverei waren (heute gibt es allerdings tolle Plugins die diese Arbeit erleichtern).

Ist man allerdings bereit den hohen Aufwand zu betreiben und bringt zudem auch technisches Admin-Wissen mit, dann ist WordPress und Joomla richtig gut. Nichts ist so beliebt bei Suchmaschinen wie diese beiden CMS. Gibt es nur gelegentliche Änderungen am Content, dann wird der Webauftritt schnell zur Quälerei da der Aufwand den Nutzen übersteigt (es sei denn man wird dafür bezahlt, dann ist es egal).

Dennoch haben FlatFile-CMS aus rein pragmatischen Gründen mein Herz erobert. Der Angriffsvektor ist Null. Der Umzug des Inhaltes auf eine neue Domain ist ein Kinderspiel und beschränkt sich meist auf das simple kopieren in einen neuen Ordner auf dem Server. Der Leser kann keinen Unterschied feststellen - vielleicht noch eher den hohen Geschwindigkeitszuwachs verzeichnen.

Allerdings haben FlatFile CMS auch Nachteile. Die Verfügbarkeit kostenloser Templates oder Plugins ist nicht ganz so üppig wie es bei WordPress der Fall ist. Viele bekannte Funktionen aus WordPress und co werden dem geneigten Autor fehlen, wie zum Beispiel das Kommentieren von Beiträgen. Jedoch habe ich die Kommentare sehr oft einstellen müssen, da nur wenig sinnvolles dabei rum kam.

Steht der Wunsch nach mehr Individualität der Seiten und man kann kein geeignetes Template finden, dann hilft ein Blick in die sehr leichte Templatesprache des CMS. Mit etwas Fleiß sind tolle Webseiten möglich - mit etwas Motivation und Zeit ist auch hier alles drin.

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